Kosten

Was kostet eine KI-Beratung im Mittelstand?

Eine belastbare Antwort besteht aus zwei Beträgen, nicht aus einem: den einmaligen Kosten für die Einrichtung und den laufenden Kosten für den Betrieb. Wer nur den ersten nennt, verschweigt das, was nach der Übergabe entsteht — Hosting, Modellnutzung, Wartung und Anpassungen an geänderte Abläufe.

Stand: 20. August 2026

Die Frage ist berechtigt und wird trotzdem selten beantwortet. Der Grund ist nicht Geheimniskrämerei, sondern dass eine einzelne Zahl den Sachverhalt nicht abbildet. Dieser Text erklärt, aus welchen Teilen sich der Preis zusammensetzt, welche Abrechnungsform welches Risiko verteilt und woran sich ein Angebot erkennen lässt, das die Folgekosten verschweigt.

Warum zwei Beträge und nicht einer?

Ein KI-System ist kein Gegenstand, den man kauft und hinstellt. Es besteht aus etwas, das einmal gebaut wird, und aus etwas, das danach jeden Tag läuft.

Einmalig fallen an: die Aufnahme des Prozesses, die Anbindung an vorhandene Systeme, das Aufbereiten der Daten, das Einrichten und Einstellen des Modells und die Abnahme.

Laufend fallen an: Serverbetrieb, die Nutzung von Modellen, Überwachung, Sicherheitsaktualisierungen, Anpassungen an geänderte Abläufe und ein erreichbarer Ansprechpartner.

Der zweite Teil verschwindet in vielen Angeboten. Er verschwindet aber nicht in der Realität: Ein System ohne Betrieb veraltet, und zwar schneller als klassische Software, weil sich Datenlage und Ausnahmen laufend ändern.

Was verrät die Abrechnungsform über den Anbieter?

ModellWer trägt das RisikoWann es passt
TagessatzDer KundeWenn der Umfang wirklich offen ist und der Kunde die Steuerung übernimmt
Festpreis für ein ProjektDer AnbieterWenn der Umfang klar umrissen und abnahmefähig beschrieben ist
Einrichtung plus monatlicher BetriebGeteiltWenn das System danach dauerhaft laufen soll

Ein Tagessatz vergütet Anwesenheit, nicht Ergebnis. Bei einem Vorhaben mit unbekanntem Umfang trägt damit der Kunde das gesamte Risiko einer Fehleinschätzung. Das ist nicht unseriös — es muss nur beiden Seiten klar sein.

Die dritte Zeile ist der Grund, warum wir so abrechnen: Ein System, für das niemand die Verantwortung im Betrieb übernimmt, ist nach einem Jahr ein Problem statt einer Hilfe.

Wie hoch sollte der Einstieg sein?

Niedrig genug, dass niemand das große Paket kaufen muss, um herauszufinden, ob es funktioniert — und hoch genug, dass er ernst gemeint ist.

Eine kostenlose Analyse klingt zunächst besser. Sie muss aber irgendwo gegenfinanziert werden, üblicherweise über einen höheren Projektpreis oder über Umfang, den niemand geprüft hat. Eine bezahlte Analyse mit gedeckeltem Aufwand ist meist das günstigere Geschäft — vorausgesetzt, sie wird angerechnet.

Auf die Anrechnungsregel kommt es an, und sie sollte drei Angaben enthalten: worauf angerechnet wird, zu welchem Anteil und innerhalb welcher Frist. Fehlt die Frist, ist die Zusage wenig wert.

Bei uns gilt: Die Analyse rechnen wir zu 100 % auf das Folgeprojekt an, den Piloten zu 50 % auf den Rollout — jeweils innerhalb von 60 Tagen, und das steht so im Angebot.

Woran erkennt man ein Angebot, das Folgekosten verschweigt?

  • Es nennt nur eine Zahl. Fragen Sie nach den Kosten im zweiten Jahr. Wenn darauf keine Antwort kommt, ist die erste Zahl unvollständig.
  • Es steht kein Erfolgskriterium darin. Ohne eine vorher vereinbarte, messbare Größe lässt sich nach dem Projekt nicht entscheiden, ob es funktioniert hat.
  • Die Kosten für Modellnutzung fehlen. Wenn ein externes Sprachmodell verwendet wird, entstehen laufende Kosten pro Vorgang. Sie gehören in die Rechnung, auch wenn sie klein wirken.
  • Die Datenlage wird nicht erwähnt. Die Aufbereitung vorhandener Daten ist in vielen Projekten der größte Einzelposten. Ein Angebot, das sie nicht anspricht, hat sie nicht geprüft.
  • Es gibt keine Aussage zum Ausstieg. Was passiert mit Daten und System bei Kündigung? Wenn das nicht geregelt ist, entstehen die Kosten am Ende.

Was kostet es bei Adtura?

Für die drei ausgearbeiteten Lösungen stehen die Beträge offen auf der Website, ohne dass jemand ein Formular ausfüllen muss:

Websites, SEO & GEO · Bilderkontrolle am POS · Tourenplanung

Für einen Prozess außerhalb dieser drei nennen wir den Preis nach dem ersten Gespräch — schriftlich und bevor Daten übergeben werden. Das Gespräch selbst kostet nichts; es ist ein Gespräch, noch keine Analyse.

Alle Angaben verstehen sich netto zuzüglich Umsatzsteuer und richten sich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB.

Wie ein Projekt bei uns abläuft

Was würde es bei Ihnen kosten?

Nach einer Stunde wissen wir, ob sich eine Analyse überhaupt lohnt.